# Die bissigsten Sprüche von Kurt Tucholsky (mit Quelle)

„Was darf Satire? Alles.", die Nationalökonomie, bei der sich die Leute wundern, warum sie kein Geld haben, und die Revolution, die wegen ungünstiger Witterung in der Musik stattfand: die schärfsten Pointen von Kurt Tucholsky aus der Weltbühne, Schloß Gripsholm und seinen Briefen.

- 4 Stimmen · 18 Artikel
- 31. Mai 2021 · laeufer.gemuetlich
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## Oben 18

1. **Wegen ungünstiger Witterung fand die deutsche Revolution in der Musik statt.** (1 · ▲1 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 30. Dezember 1930.
2. **Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen.** (1 · ▲1 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 8. März 1932.
3. **Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.** (1 · ▲1 ▼0) — Schloß Gripsholm (1931).
4. **Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben.** (0 · ▲0 ▼0) — „Kurzer Abriß der Nationalökonomie", Die Weltbühne, 15. September 1931.
5. **Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.** (0 · ▲0 ▼0) — „Kurzer Abriß der Nationalökonomie", Die Weltbühne, 15. September 1931.
6. **Deutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit: Es schreibt mit der Linken und tut mit der Rechten.** (0 · ▲0 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 3. Februar 1931.
7. **Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehn. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen.** (0 · ▲0 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 27. Mai 1930.
8. **Die menschliche Dummheit ist international.** (0 · ▲0 ▼0) — „Hégésippe Simon", Die Weltbühne, 15. Dezember 1931.
9. **Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse als einen Sitzplatz in der dritten. Es sind keine sympathischen Leute.** (0 · ▲0 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 8. März 1932.
10. **In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten -: das kann mitunter gut gehn.** (0 · ▲0 ▼0) — „Schnipsel", Die Weltbühne, 9. August 1932.
11. **Der Mensch besteht aus Knochen, Fleisch, Blut, Speichel, Zellen und Eitelkeit.** (0 · ▲0 ▼0) — „Was man andern übel nimmt", Uhu, 11. August 1929.
12. **Die Basis jeder gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.** (0 · ▲0 ▼0) — „Das kann man noch gebrauchen -!", Neue Leipziger Zeitung, 19. August 1930.
13. **Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche dafür aber nichts zu tun.** (0 · ▲0 ▼0) — „Der Katzentrust", Vossische Zeitung, 17. Juni 1928.
14. **Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.** (0 · ▲0 ▼0) — „Was machen die Leute da oben eigentlich?", Uhu, 1. Juni 1930.
15. **Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat.** (0 · ▲0 ▼0) — „Das neue Lied".
16. **Denn das ist Humor: durch die Dinge durchsehen, wie wenn sie aus Glas wären.** (0 · ▲0 ▼0) — Brief an Mary Gerold, 4. Oktober 1918.
17. **Ist dir noch nicht aufgefallen, wie viel Frechheit durch Unsicherheit zu erklären ist?** (0 · ▲0 ▼0) — Schloß Gripsholm (1931).
18. **Was darf Satire? Alles.** (-1 · ▲0 ▼1) — „Was darf die Satire?", Berliner Tageblatt, 27. Januar 1919.

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